• Bauen und bewirtschaften von eigenen und externen

    Wohn- und Gewerbeliegenschaften, sowie Bootsanlagen

  • Sponsoring für soziale, sportliche und kulturelle

    Veranstaltungen und Institutionen in der Region

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    stehen der Bevölkerung zur Nutzung offen

  • Entwickeln und realisieren von zukunftsweisenden

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Projekt Hafenerneuerung Spreitenbach

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Virtueller Blick auf die neue Hafenanlage Spreitenbach der Genossame Lachen: Die Infrastruktur des Motorboothafens soll modernisiert und der Segelboothafen mittels schwimmender Mole auf das offene Wasser des Obersees verlegt werden. Der Mündungsbereich des Spreitenbachs (rechts) wird renaturiert.

Visualisierung 3dprojekt.ch/Bild Carlo Stuppia

 

Genossame Lachen plant neue Hafenanlage

Eine auf offenem Wasser schwimmende Mole verschafft dem Auenschutzgebiet im Aahorn mehr Raum und der Öffentlichkeit einen durchgehenden Seeuferweg bis ins Naturschutzgebiet.

Der Betrieb von Hafenanlagen gehört seit Jahrzehnten zu einem der zentralen Geschäftsfelder der Genossame Lachen. Seit den 1970er-Jahren unterhält sie im Märchler Hauptort beispielsweise die Hafenanlage Spreitenbach, bestehend aus den zwei mittlerweile in die Jahre gekommenen Anlageteilen Motorboot- und Segelhafen.  Der Zahn der Zeit nagt vor allem an der Infrastruktur des Motorboothafens, der als baulich sanierungsbedürftig gilt – kommt erschwerend hinzu, dass die bestehenden Standplätze aktuellen Bootsdimensionen und die Einrichtung heutigen Bedürfnissen nicht mehr gerecht werden. Sorgen bereitet der Genossame Lachen auch der benachbarte Segelhafen im Mündungsbereich des Spreitenbachs in den Obersee: Das Fliessgewässer bringt auf seinem Weg vom Altendörfler Vorderberg mächtig Geschiebe in den Segelhafen ein, was die Genossame zur Sicherstellung einer ungehinderten Bootszufahrt regelmässig dazu zwingt, unter grossem Aufwand Ausbaggerungen im Hafenbecken vorzunehmen. Diese Eingriffe in unmittelbarer Nähe zum schützenswerten Aahorn-Delta – ein Auengebiet von nationaler Bedeutung und das eigentliche Lachner Naturjuwel – erachtet die Genossame seit geraumer Zeit als problematisch.

Weder Naturschutzgebiet noch Ortsbild beeinträchtigen

Die Probleme beider Anlageteile des Hafens Spreitenbach waren schon vor Jahren Anlass für die Genossame, Konzepte für eine Hafenerneuerung zu entwickeln. Die Ideensammlung gipfelte vor rund zehn Jahren in der wohl zu gross ausgelegten Projektvision «Lacuna». Das neue Ansinnen der Genossame Lachen baut zwar auf den Ideen der Vergangenheit auf, letztlich aber haben die heutigen Pläne nichts mit den vorgängigen Visionen gemein. Konkret sollen im Falle des augenfällig sanierungsbedürftigen Motorboothafens die Bootsplätze modernisiert und die gedeckten Hallen erneuert werden. Gleichzeitig würde der in zweierlei Hinsicht – ökonomisch wie ökologisch – problematische Standort des Segelhafens aufgegeben und derselbe mittels schwimmender Mole vor den Motorboothafen aufs offene Wasser des Obersees gesetzt.  Die Genossame Lachen legt bei der mittlerweile weit gediehenen Planung besonderes Gewicht auf eine unauffällige und filigrane Konstruktion der Mole, die weder Naturschutzgebiet noch Lachner Ortsbild beeinträchtigt.

Die Anzahl Bootsplätze in der erneuerten Hafenanlage (Motorboot - Segelhafen und Trockenplatz) würde leicht tiefer liegen. Vergleichbare Anlagen auf offenem Wasser bestehen bereits sowohl am Zürichsee als auch im Kanton Schwyz – als kantonales Pendant hervorzuheben wäre die Hafenanlage Fallenbach in Brunnen, die seit 2005 erfolgreich betrieben wird und sich im Gegensatz zum künftigen Segelhafen Spreitenbach sogar innerhalb des Bundesinventars besonders schützenswerter Landschaften und Naturdenkmäler «Vierwaldstättersee» befindet.

Landschaftsschutzzone wird dank Renaturierung vergrössert

Die von der Genossame Lachen vorgeschlagene Ersatzmassnahme für die Beanspruchung bzw. Einzonung des Gewässerraums (siehe Kasten) für den neuen Segelhafen entspricht ihrem langjährigen Credo, nämlich «Entscheiden für die Zukunft»: Der Mündungsbereich des Spreitenbachs soll nach dem Umzug der Boote aufs offene Wasser renaturiert und der Landschaftsschutzzone des Aahorn-Deltas zugeschlagen werden – somit entsteht ein realer Zuwachs an naturnahem Lebensraum, der unbestritten zur Vergrösserung der Pufferzone zum sensiblen Auengebiet von nationaler Bedeutung beiträgt. Zudem wird der Spreitenbach mit punktuellen Massnahmen aufgewertet und fischbar gemacht. Gemäss Richtplan des Kantons Schwyz machen diese belebenden Eingriffe den Ersatz des Segelhafens Spreitenbach möglich.

Seeuferweg mit zwei neuen Fussgängerbrücken

Dank der Erstellung von zwei neuen Fussgängerbrücken wird der Spazierweg ab der Kirche Lachen – abgesehen von kleinen Unterbrüchen – über rund anderthalb Kilometer immer den Gestaden des Obersees entlangführen. Somit erfährt der direkte Seezugang in Lachen eine grosse Aufwertung.

Teilzonenplan Hafen Spreitenbach – Mitwirkungsverfahren

Für die Erstellung eines Segelhafens auf dem offenen Wasser ist die Ausscheidung einer neuen Nutzungszone nötig, da in der bisherigen Nutzungsplanung der Gemeinde Lachen für den betreffenden Standort keine solche definiert ist. Diese Änderung soll im Rahmen eines Teilzonenplans Hafen Spreitenbach erfolgen. Vor der öffentlichen Auflage des Teilzonenplans Hafen Spreitenbach wird die Gemeinde Lachen ein Mitwirkungsverfahren durchführen, bei dem die Bürgerschaft ihrer Meinung Stimme geben kann. Dieses Teilzonenplan-Verfahren erfolgt unabhängig von der derzeit anlaufenden Anpassung der Nutzungsplanung der Gemeinde Lachen.